| Dieser Fund rief
den Reutlinger Altertumsverein und besonders den Fabrikanten Emil Gminder
auf den Plan, der die nötigen Arbeitskräfte für die Ausgrabungen
zur Verfügung stellte und mit einem Herrn Widmayer einen Fachmann
für die zeichnerische Aufnahme der römischen Relikte gewinnen
konnte.
Bald stellte sich
heraus, dass es sich bei dem Betzinger Fund wohl um die Überreste
einer "villa rustica" handeln dürfte, mit einem geradezu klassischen
Aufbau:
Die Vorderfront der
Anlage geht nach Süden, wobei der Mittelbau (III)
links und rechts von zwei größeren
beheizbaren Wohnräumen (II und IV)
flankiert wird. Der Mittelbau selbst besitzt noch ein kellerartiges
Untergeschoss mit Lichtschächten. An dem Raum (II)
ist noch das kleine Gelass (I)
angefügt, welches ebenfalls beheizbar war. An dieses schließt
sich ein langgestreckter Raum (V)
an.
|
|