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Betzinger
Bauernhaus, das sog. Trippelhaus
( auf Zeichnung klicken, um Fotos von solchen Häusern sehen zu können ) Bei der Zeichnung handelt es sich um eine Schülerarbeit (8.Schuljahr) entstanden im Rahmen einer Projektwoche zum Thema "Trippelhäuser in Betzingen" |
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| Die
wenigen verbliebenen Betzinger Bauernhäuser gehören ihrem Typ
nach alle zum sog. Einhaus, weil Wohnräume, Stall und Scheune unter
einem Dach vereint sind. Das Einhaus ist in ganz Deutschland verbreitet
und stellt somit keine bemerkenswerte Bauernhausform dar. Jedoch weisen
die Betzinger Einhäuser allerdings eine Besonderheit auf: Sie besitzen
einen sogenannten "Trippel". Darunter versteht man einen Außenaufgang,
eine breite, überdachte Holztreppe, die zur Wohnung in den ersten
Stock hinaufführt.
Das über den Trippel gezogene Vordach ist durch Balken abgestützt. Die Bewohner haben so, wenn sie aus ihrer Haustüre treten, einen wettergeschützten Platz. Nach getaner Arbeit oder am Sonntagabend versammelten sich oft Hausbewohner und Nachbarn unter diesem Vordach, um ein kleines Schwätzchen abzuhalten. Häufig befand sich unter dem Trippel der Schweinestall, auch das notwendige Brennholz wurde oft unter dem Trippel in Form von großen Holzbeigen gelagert. Das Trippelhaus besitzt häufig einen geweißten Fachwerkgiebel, wobei die ältesten mit der Giebelseite zur Straße stehen, also "giebelständig" sind. Die etwas jüngeren Trippelhäuser stehen zumeist mit der Traufseite zur Straße, sind also traufständig. Eine Besonderheit bilden die Bauernhäuser, die einen "Doppeltrippel" besitzen, von denen es jedoch nur noch sehr wenige gibt. Sie verdanken der Realteilung ihre Entstehung. |
| Ölgemälde
von Hermann Götz: Mühlstraße 13 - vermutlich diente dieses
Foto als Vorlage, welches im Jahr 1937 entstand, ein Jahr vor dem Abriss
des Hauses
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Auf das Bild klicken, um noch weitere solcher Trippelhäuser zu sehen |