Sonderausstellung
im Betzinger Museum Im Dorf: Liebesgaben
Liebesgaben. Andenken
an Verlobung, Hochzeit und Ehejubiläen aus der Privatsammlung von
Helga Breunig.
Die Ausstellung präsentiert
ausgewählte Liebesgaben aus Porzellan und Glas und dokumentiert die
bürgerliche Geschenkkultur der Kaiserzeit.
Porzellan
und Glas waren im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beliebte
Geschenke für die Feste im Jahres- und Lebenslauf. Zur Taufe, Konfirmation
und Kommunion verschenkte man bemalte und verzierte Tassen, Teller, Kannen und
Schalen.
Insbesondere bei
der Verlobung, der Heirat und bei Ehejubiläen waren diese Liebesgaben
aus Glas und Porzellan ein geschätztes Andenken.
Teller zur Silberhochzeit
mit der Inschrift:
Es
möge wie Silber
hell
und rein
der
Abend Eures
Lebens
sein
Porzellan
galt als wertvoller Luxusartikel, weswegen die anlässlich eines Festes
geschenkten Liebesgaben fast nie im Alltag benutzt wurden, sondern repräsentativ
im Wohnzimmer zur Schau gestellt wurden.
Über
den materiellen Wert hinaus kam den exquisiten Teilen aus Glas und Porzellan
auch noch einen hohen ideellen Erinnerungswert zu. Gleichzeitig drückte
der Geber seine Zuneigung und Liebe gegenüber den Beschenkten aus.